Frühzeit

Frühgeschichte

Altsteinzeit (Paläolithikum)

Auch in und um das Siebengebirge lebten schon früh Menschen. 1914 wurden in einem Steinbruch bei Oberkassel die Knochen eines Mannes, einer Frau und eines Hundes gefunden, die vor ungefähr 13.000 Jahren, also gegen Ende der Altsteinzeit (Paläolithikum), gelebt hatten. Sie gehörten zum Cro-Magnon-Typ, also zu einem "moderneren" Menschentyp als die Neandertaler.

Bandkeramik, Rössener Kultur, Michelsberger Kultur

Vermutlich aus dem Vorderen Orient stammt die Kultur der Bandkeramiker, die sich im Altneolithikum von Südosteuropa aus langsam nach Norden vorschiebt. Die Menschen suchen fruchtbare Lößböden, die sie auf der linken Rheinseite finden; so gibt es in der Kölner Gegend eine Bandkeramiker-Siedlung.

Vermutlich aus der Bandkeramik entsteht um 4.500 AD die Rössener Kultur. Charakteristische Werkzeuge sind Keile und Beile mit Löchern. Auch in der Nähe vom Kuckstein und in Thomasberg wurden solche Geräte gefunden. Als nächste Kulturstufe kam im Jungneolithikum auf beiden Seiten des Rheins die Michelsberger Kultur auf. Charakteristisch sind spitzbodige, unverzierte Tulpenbecher.

Der Petersberg und seine Umgebung sind schon um 3500 besiedelt, auch hier gibt es Funde aus der Michelsberger Kultur. Vielleicht gab es auf der "Mondscheinwiese" zwischen Petersberg und Nonnenstromberg eine prähistorische Siedlung.

Kelten und Germanen

Das Siebengebirge lag im Grenzgebiet zwischen der keltischen Zivilisation im Süden und der germanischen Welt im Norden. Immer mehr Germanen verließen ihre Heimat im Norden und Nordosten, die oft genau von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht wurde, und drangen in keltisches Siedlungsgebiet an Rhein und Mosel vor. Die Kimbern und Teutonen zogen 113-101 sogar bis ins Römische Reich.

Ringwall auf dem Petersberg

Neben den Oppida, frühen Städten, errichten die Kelten gerne ihre Siedlungen auf Hügel und sichern sie durch Ringwälle. Eine solche Bergfestung steht im ersten Jahrhundert vor Christus auf dem Petersberg; Reste des Ringwalls um die Kuppe sind erhalten. Die Anlage ist keltischen Typs, und im nahegelegenen Stieldorf wurden keltische Goldmünzen gefunden. Wir wissen aber kaum etwas von den Menschen, die damals dort lebten.

Römische Legionen am Rhein

Das ganze Mittelmeer und weite Teile Westeuropas sind in römischem Besitz. Caesars Gallischer Krieg (58-51 AD) bringt römische Legionen an den Rhein. Nach seinem Sieg über die keltischen und germanischen Stämme Galliens ist der Rhein zur Grenze zwischen dem Römischen Reich auf der linken und dem freien Germanien, "Germania Magna" auf der rechten Rheinseite.

Bild- und Quellenachweis

Das Foto der Regenbogenschüsselchen stammt aus der Public Domain Section der Wikipedia.