Hedwig von der Wolkenburg

Hedwig von der Wolkenburg

Diese Legende stammt aus der Zeit der ersten Kreuzzüge. Viele rheinische Ritter zogen nach Palästina: ihre Familien, Verlobte und Freunde blieben zuhause zurück.

Auch Hedwig, die Tochter des Burggrafen von der Wolkenburg, war getrennt von ihrem Verlobten Friedrich. Die beiden liebten sich sehr und wollten heiraten. So wartete Hedwig geduldig und voller Vertrauen darauf, dass ihr geliebter Friedrich aus dem Heiligen Land zurückkehrte.

Eines Tages erschien ein fremder Ritter auf der Wolkenburg. Friedrich hatte ihn geschickt, um seine Verlobte seiner Liebe und Treue zu versichern. Als der fremde Ritter Hedwig sah, verliebte er sich in sie, vergaß seine Botschaft und berichtete ihr statt dessen, dass Friedrich sie verlassen und eine fremde Frau geheiratet habe. Hedwig jedoch weigerte sich, ihm zu glauben, sie hatte volles Vertrauen zu Friedrich und wollte weiter auf ihn warten.

Ihr Traum wurde war: einige Zeit später kam Friedrich gesund zurück. Die Wiedersehens-freude war groß, und der falsche Freund wurde ins Burgverlies geworfen. Er hatte jedoch noch Glück, denn auf Hedwigs Wunsch wurde er am Hochzeitstag freigelassen.

Traditionell, Quelle: Sage und Geschichte der sieben Berge, Dietmar Blumenthal in Zusammenarbeit mit Winfried Biesing.